2. Impuls Fastenzeit-Hungertuch

Das Hungertuch zeigt das Röntgenbild des gebrochenen Fußes eines Mannes, der 2019 in Santiago de Chile für soziale Gerechtigkeit auf der Straße demonstrierte und dabei von der Polizei verletzt wurde. Viele Menschen auf der Welt treibt es auf die Straße, um für mehr soziale Gerechtigkeit oder für Menschenwürde einzutreten.

Vor der Corona-Pandemie waren die Friday-for-Future-Demonstrationen in Münster zu erleben und wurden gesellschaftlich engagiert diskutiert. Es gibt aber auch vor Ort Menschen, die sich seit Jahr und Tag für eine Sache oder einen Menschen einsetzen, auch ganz unscheinbar und im Hintergrund.

 

Es gibt Menschen, die eine Sorge für ein würdiges und zukunftsfähiges Leben vor Ort antreibt. - Worum sorge ich mich konkret in meinem direkten Umfeld? - Wofür setze ich mich ein? - Für wen mache ich mich auf den Weg? - Was ermutigt mich, mich neu auf den Weg zu machen? Der Evangelist Matthäus spricht von der rechten Sorge. Der Blick auf das Hungertuch veranlasst mich zu fragen, ob ich in meinen Sorgen mehr um mich selbst und mein schönes Leben kreise oder in lähmenden Theorien über die allg. Weltlage verharre.

Der Blick auf das Hungertuch läßt mich fragen, was in der Coronakrise tatsächlich hilfreich ist und was ich konkret dafür tun kann, die Pandemie zu bewältigen oder menschlich zu gestalten. Vielleicht ist es nicht viel, worum ich mich in der Coronakrise sorgen und kümmern kann. Doch manchmal spürt man, jetzt kommt es darauf an, was ich selbst sage oder tue und nicht irgendjemand anders... Es kommt auf mich an, auch wenn ich weiß, dass nicht alles von mir abhängt. Was ich nicht in der Hand habe, darf ich Gott anvertrauen, der für alle sorgt. In diesem Sinn kann ich bei aller Sorge um ein lebenswertes Umfeld tatsächlich sorglos sein. Jeder und jede kann im eigenen Umkreis ein sog „Change-maker“ werden, der sich aufmacht, die Welt in Drensteinfurt, Rinkerode, Walstedde…im Sinne des Glaubens zu verwandeln. Sucht aber zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben. Mt 6, 33

 

Es geht! Anders. Nein Nicht jetzt Nicht ich Nein, es geht nicht. Es geht! Anders. Zuerst die Anderen Die da oben Die Mächtigen Die Wirtschaft Es geht! Anders. Es ist doch gut so. Wer weiß, ob es anders besser ist. Die vielen Stimmen… Die vielen Meinungen… Es geht! Anders. Es geht! Mit dir! Es geht Schritt für Schritt. Es geht im Miteinander. Dein Wort in Gottes Ohr! Es geht! Anders. Glaub mir. Mein Sohn hat es dir vorgelebt.

Quelle: Andreas Paul Es geht! Anders. MISEREOR Fastenaktion 2021

 

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