Spendenaufruf für Chaitra und ihre Familie in Indien

Pater Sojan unterstützt seit Jahren eine Familien in Mandya, die zu den ärmsten der Armen gehört. Die Tochter Chaitra ist geistig behindert und die Familie gehört zur untersten Kaste. Die Verwandschaft unterstützt die Familie nicht, weil sie ein behindertes Kind hat. Die Mutter ist krank und kann nicht durch Arbeit zum Lebensunterhalt beitragen. Der Vater hat nicht immer Arbeit. Pater Sojan unterstützt die Familie und die Ausbildung der Kinder. Er hat sich an uns gewandt, um einen Spendenaufruf zu starten, damit er Chaitra und ihre Familie weiter unterstützen kann. Seinen ausführlichen Bericht finden Sie weiter unten.

 

Wer Chaitra und ihre Familie über die Mandya-Mission von Pater Sojan unterstützen möchte, kann dies über die Kontodaten der Mandya - Mission und dem Stichwort: "Chaitras Familie" tun. Spendenbescheinigungen werden unter Angabe Ihrer Adresse bei der Überweisung Ihnen zugesandt. Oder Sie geben die Spende im Pfarrbüro ab.

 

Spendenkonto:  Kath. Kirchengemeinde St. Regina, Drensteinfurt
                          DKM Darlehnskasse Münster eG
                          IBAN/Konto-Nr. DE96 4006 0265 0041 6911 00

Verwendungszweck: "Chaitras Familie" 

evtl. Angabe Ihrer Adresse zur Zusendung der Spendenbescheinigung.

 

Hier der Bericht von Pater Sojan:

 

Hilfe für die junge behinderte Frau Chaitra und ihre Familie

 

Für jede Familie ist es zunächst einmal eine besonders schwere Herausforderung, wenn plötzlich ein geliebtes, behindertes Kind in ihrer Mitte ist. Sämtliche Familienmitglieder stehen vor psychischen Belastungen und sind verzweifelt, wie sie damit umgehen sollen. Durch dringend benötigte Medikamente und Therapien für ihr Kind kann sehr schnell eine finanzielle Notlage entstehen, ebenso folgt oft noch eine soziale Ausgrenzung, unter der alle leiden, vor allem jedoch die kranken, behinderten Kinder selbst.

Familiengeschichte von Chaitra aus Indien

 Chaitra, 25 Jahre alt, ist eine schwer geistig behinderte Tochter von Kalamari (50) und Hemavathi (47). Sie ist die älteste Tochter ihrer Eltern. Chaitra hat auch eine jüngere Schwester namens Shwetha, 22 Jahre alt, und einen Bruder namens Madhu, 19 Jahre alt. Sie sind sehr arm und leben seit 5 Jahren in einem gemieteten Haus in der Nähe von Deepti Nivas, Kalenahalli, Mandya, Karnataka, Indien.

Chaitra wurde am 24.06.1995 geboren. Für ihre Eltern war es zunächst schwer, zu akzeptieren, dass ihre erstgeborene Tochter ein geistig zurückgebliebenes Kind ist. Sofort lehnten die Großeltern sie ab und baten sie, nicht mit dem Kind zu ihnen nach Hause zu kommen. Dennoch stellten die Eltern sich entschieden gegen diese Ablehnung und liebten ihre Tochter. Sie wurden gewarnt, dass sie aus ihrer Familie ausgeschlossen werden würden. Sie lebten noch einige Jahre in ihrem Heimatdorf und inzwischen wurden zwei weitere Kinder geboren. Tag für Tag wurden sie von den Großeltern und Verwandten gedemütigt. Schließlich blieb den Eltern nichts anderes übrig, als mit ihren drei Kindern ihr Heimatdorf zu verlassen und sich 80 Kilometer entfernt in der Stadt Mandya niederzulassen. Der Vater von Chaitra fand eine Arbeit in einer kleinen Fabrik auf Tageslohnbasis. Sie hatten für alle nur einen kleinen Raum zum Leben, der von der Fabrik zur Verfügung gestellt wurde. Nach einigen Jahren, als Chaitra 10 Jahre alt war, lernten sie die AshaSadan Sonderschule kennen und waren so glücklich. Da Chaitra nicht laufen konnte, trugen sie ihr geliebtes Kind zur Schule, bis der Bus sie von zu Hause abholte. Als Chaitra Physiotherapie und verschiedene Förderungsmaßnahmenerhielt, machte sie viele Fortschritte. So begann sie tatsächlich, langsam zu gehen, versuchte alleine zu essen, machte einige Geräusche und Gesten. Es war für uns wie ein kleines Wunder. Sie versuchte zu schreiben und war in der Lage, durch einige Zeichen und Handlungen zu kommunizieren. Mit 17 Jahren wurde sie für eine berufsorientierte Ausbildung bei uns im Deepti Nivas aufgenommen. In der Zwischenzeit wurde leider die Fabrik, in der ihr Vater arbeitete, geschlossen, der Vater verlor seine Arbeit und sie wurden gebeten, den Raum, in dem sie lebten, zu räumen.

Also haben sie mich um Hilfe gebeten, weil sie dringend ein Zimmer und einen neuen Job finden mussten. Ich habe ein kleines Haus in der Nähe von DeeptiNivas gefunden. Und seit 2013 leben sie in diesem gemieteten Haus. Der Vater macht Tageslohnarbeit und weil die Mutter krank ist, kann sie leider nichts zum Lebensunterhalt beitragen. Ihre Tochter Shwetha arbeitet in Deepti Nivas als Helferin, ihr Sohn studiert und auch Chaitra ist in Deepti Nivas sehr aktiv, sie verpackt Räucherstäbchen und verdient 10 Euro pro Monat.

Die Familie von Chaitra ist völlig abhängig von Deepti Nivas. Ich helfe ihnen in vielerlei Hinsicht. Doch es ist nicht genug, um wirklich unabhängig leben zu können. 

Ein weiterer Schritt für die Zukunftssicherungder Familie wäre die Unterstützung des Studiums von Madhu, dem 19-jährigem Sohn. Er möchte gerne studieren und könnte nach seinem Abschluss dadurch auch seine Familie mit unterstützen. Zudem wäre es wunderbar, wenn ebenso Chaitras Zukunft durch Ihre finanzielle Unterstützung etwas abgesichert wäre.

Diese liebe Familie sieht jedem neuen Tag mit sehr vielen Sorgen entgegen. Aus eigener Kraft schaffen sie es einfach nicht, für eine gute Zukunft aller zu sorgen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe und Unterstützung!

 

„Jeder für sich ist ein Tropfen,

zusammen sind wir ein Ozean“.

                               RyunosukeSatoro