Konzert in St. Pankratius am 14. Juli

Am Donnerstag, 14. Juli, um 20.00 Uhr erwartet uns ein Konzert des "Linos Ensembels" im Rahmen der münsterländischen Summerwinds-Reihe in der St. - Pankratius - Kirche in Rinkerode. Karten können im Kirchenbüro Rinkerode für 20 € und ermäßigt 15 € erworben werden oder unter www.summerwinds.de

 

Das Linos Ensemble besteht aus:

Kai Frömbgen Oboe

Rainer Müller-van Recum Klarinette

Frank Forst Fagott

Paul van Zelm Horn

Konstanze Eickhorst Klavier

 

 

Klavierquintette

Ludwig van Beethoven (1770–1827): Quintett Es-Dur op. 16, für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott

Gustav Holst (1874–1934): Quintett a-Moll op. 3, für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott

Maurice Thiriet (1906–1972): Lais et Virelais, für Oboe, Klarinette, Fagott

Wolfgang A. Mozart (1756–1792): Quintett Es-Dur KV 452, für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott

 

 

 

Famose Gestaltungskraft, Perfektion und Wagnis, Klarheit und Enthusiasmus, Sanglichkeit, Schönheit: seit mehr als 40 Jahren begeistert das Linos Ensemble Publikum und Kritik.

 

1977 benannten die Musiker und Musikerinnen ihr neues Ensemble nach Linos, dem mythischen Sänger. Der hatte, wie sein Bruder Orpheus, den Vater beerbt: Apollon, den Gott der Kunst, vor allem des Gesangs, den Gott des Lichtes, des Maßes und der Heilung. Linos’ Mutter war Kalliope, die Schönstimmige, die älteste und weiseste der Musen. Und die „Sänger:innen“ schlossen sich W. Furtwängler an: „Ich kämpfe gegen das Konstruierte, das Ungestaltete, das Abgestorbene in der Kunst.“ Diesen „Gründungsgestus von erfrischender Neugier, unkonventionellem Impetus und Traditionskritik“ (Stuttgarter Nachrichten) hat sich das Linos Ensemble bis heute erhalten.

 

Linos präsentiert klassische Quintette für Klavier und Bläser, dazwischen ein Trio d’anches, ein Rohrblatt-Trio für Oboe, Klarinette und Fagott. Für diese erst in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts erfundene Gattung schreibt der französische Neoklassizist „lais“ in Anlehnung an alte freie lyrische Formen und greift mit seinen „virelais“ eine populäre Lied- und Tanzform des Mittelalters auf. Im Klavierquintett des erst 22-jährigen Engländers Gustav Holst scheinen Mendelssohn und Wagner durch, dramatisch der langsame Satz, das abschließende Allegro singt heiter und tanzt. Mozart experimentierte – und erfand mit seinem KV 452 das Genre des Quintetts für Klavier und Bläser. Unentwegt geht es darin zwischen ihnen hin und her: „hinspielen, übernehmen, zurückspielen, wieder übernehmen, anders weitergeben. Das sind ganz große Momente ...“  (H. J. Schellenberger). Tritt der junge Beethoven in seinem Quintett mit Mozart in Wettstreit? Trotz Anklängen an Mozarts Opern findet er einen neuen Ton. Schroff setzt er Akzente, bringt das Klavier raumgreifend-kraftvoll mit den Bläsern in Dialog, als wären sie Klanggruppen eines Orchesters.