Gemeinde darf sich "ökofair" nennen

„Sich auf einen Weg machen, den es sich weiterzugehen lohnt“ – mit diesen Worten wurde die Kirchengemeinde St. Regina in Drensteinfurt öko-faire Gemeinde und erhielt ihr Zertifikat für die erste Stufe des Umweltmanagementsystems durch das Bistum Münster.

 „Mit Exkursionen der kfd, die auf eine nachhaltige Landwirtschaft hinweisen oder der Vortragsreihe zur Enzyklika Laudato sì – durch das Umsetzen des Projekts Zukunft einkaufen setzen Sie sich langfristig für die Bewahrung der Schöpfung ein“, hob der Projektleiter Thomas Kamp-Deister das Engagement hervor und bedankte sich dafür, dass die Kirchengemeinde einen Beitrag zu mehr Fairness und Nachhaltigkeit leistet. Im Zuge der Kampagne „Zukunft einkaufen – Glaubwürdig wirtschaften“ verpflichtet sich die Kirchengemeinde langfristig zum Einsparen von Ressourcen und dazu, sich zu nachhaltigen Inhalten zu engagieren und zu positionieren. Thomas Kamp-Deister betonte in seiner Rede im Sonntagsgottesdienst die starken Auswirkungen des Konsumverhaltens der heutigen Gesellschaft. „Beschämend bis unerträglich finde ich vor allem den Anteil weggeworfener Lebensmittel“, kritisierte er und plädierte dafür, die täglichen Entscheidungen bewusster zu fällen. Anschließend überreichte er dem Vorsitzenden des Pfarreirates Hermann Schulte Huxel und dem Pfarrer Jörg Schlummer das Zertifikat sowie die Plakette, womit die Gemeinde für drei Jahre zertifiziert ist.

Die zwölf Kriterien der Stufe eins des Umweltmanagementsystems „Zukunft einkaufen“ beinhalten die Bereiche Ökologie und Fairness. Für eine Zertifizierung müssen Kirchengemeinden mindestens sechs Kriterien erfüllen. Dazu gehören die Nutzung von Ökostrom, Recyclingpapier, das Vermeiden von Müll und Einsparen von Energie. Ebenso kaufen ökofaire Kirchengemeinden zunehmend regional und biologisch ein und nutzen ihre Außenwirkung und Veranstaltungen für nachhaltige Themen.